Keine Zeit zum Kind sein? Schon die Jüngsten kennen Stress

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Leistungsdruck, Anspannung, Termine über Termine und den halben Tag vor dem Laptop – ganz schön anstrengend!

Nein, wir reden nicht von dem 30-jährigen Projektmanager einer international agierenden Unternehmensberatung, sondern von Paul, 7 Jahre, 2. Klasse, oder von Lea, 5 Jahre, Kindergarten.

Kind sein heute ist nicht mehr so wie vor 40 Jahren. Wir leben schneller und effizienter. Und dieser Umstand macht auch vor den Jüngsten nicht Halt. Die Fülle an Angeboten zur Freizeitgestaltung, Lernhilfen und Fördermöglichkeiten sind dabei keine schlechte Entwicklung. Allerdings steigt damit ganz automatisch auch die Erwartungshaltung, dass alle Angebote ausgeschöpft und so Verhalten, Entwicklung und Leistung optimiert werden.

Eltern sind häufig verunsichert, wie viel Förderung denn eigentlich sein muss. Eine Antwort kann hier nicht pauschal gegeben werden. Ein genauer Blick auf das einzelne Kind ist wichtig. Während manche Kinder wie kleine Fässer ohne Boden schier unendlich Informationen, Anregungen und Austausch verarbeiten, ohne ihre Mitte zu verlieren, werden andere schneller überreizt und zeigen deutliche Stresssymptome – zum Beispiel bei sozialen Herausforderungen, andauernder Konzentration oder mangelnden Rückzugsmöglichkeiten.

Die natürliche Reaktion auf Stress ist bei Kindern häufig nicht wie bei Erwachsenen die spürbare Erschöpfung, sondern viel eher die Verkehrung in eine ausgesprochene Überaktivität und Aufgeregtheit. Hierfür verantwortlich ist unter anderem der Sympathikus, ein Teil des vegetativen Nervensystems, der die Erhöhung der Herzfrequenz und des Blutdrucks übernimmt, wenn der Körper aufgrund äußerer Einflüsse in Alarmbereitschaft versetzt wird.

Kinder reagieren auf Stress also in der Regel ganz ungefiltert mit Unruhe und Rastlosigkeit. Wenn dieser Zustand andauert und nicht etwa durch die Stimulation des Parasympathikus Ruhe und Entspannung eintreten, „lernt“ unser Nervensystem schon früh, den angespannten Zustand als normal anzunehmen. Bei Kindern manifestieren sich solche Erfahrungen schnell in der umgangssprachlichen Zappeligkeit, in Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten, wobei hier nicht von einem pathologischen Ausmaß die Rede ist, das der Konsultation eines Arztes bedarf.

Die schlechte Nachricht: Eine Patentlösung gibt es nicht. Unser Leben ist schneller geworden und wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Wir können lediglich etwas achtsamer mit ihr umgehen.

Die gute Nachricht: Sowohl Körper als auch Geist können lernen. Und das geht bei Kindern noch viel besser als bei Erwachsenen. Wer Anspannung lernt, der kann auch Entspannung lernen. Das ist eine der Kernannahmen in der Vitametik, auf deren Grundlage wir versuchen, Stress und Anspannung dauerhaft abzubauen.


Hinweis: Die Vitametik ersetzt nicht die Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker, ist jedoch eine wertvolle Ergänzung zu laufenden Behandlungen. Laufende ärztliche Behandlungen und Anordnungen sollen weitergeführt, bzw. künftige nicht hinaus geschoben oder unterlassen werden.
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